Wie viel Abstand muss zwischen C.R.O.P.®-Beet und Kontrollbeet sein?
Das kann man so pauschal nicht sagen. Wichtig ist dass es keinen Wasserfluss vom C.R.O.P.®-Beet zum Kontroll-Beet gibt. Ihr könnt den Wasserfluss selbst beobachten und einschätzen wie groß der Abstand in Abhängigkeit eurer Bedingungen vor Ort sein muss. Mit einem Abstand von 1,5 m seid ihr auf der sicheren Seite, es kann aber auch sein das ein weitaus geringerer Abstand ausreicht.
Soll ich für das Experiment die gleichen Kulturen über zwei Saisons anbauen?
Je nachdem welche Kultur du ausgewählt hast ist das möglich oder macht eher weniger Sinn. Falls du schon in der ersten Saison dabei warst musst du in der zweiten Saison nicht mit der selben Kultur ins Experiment starten. Es wäre aber toll wenn du auf der selben Fläche anbaust.
Wie oft wird während der Saison gedüngt?
Je nach ausgewählter Kultur wird zwischen 3 und 5 mal pro Saison gedüngt.
Meine Pflanzen sind zu Versuchsbeginn unterschiedlich groß, wie gehe ich damit um?
Bestenfalls achtet ihr beim Jungpflanzenkauf darauf etwa gleich große und kräftige Pflanzen zu erstehen, bzw. wählt aus euren vorgezogenen Pflanzen möglichst gleiche Zöglinge aus. Wenn es sich nicht vermeiden lässt mit unterschiedlichen Pflanzen zu arbeiten dokumentiert ihr das und wir beziehen es bei der Auswertung mit ein.
Wie muss ich den C.R.O.P.®-Dünger verdünnen?
Obwohl man oft von einem Verdünnungsverhältnis von 1:10 liest wird in der Praxis meist ein Verhältnis von 1:3 – 1:5 angewandt. Wenn du im Freiland anbaust musst du dir ohnehin keine Sorgen um zu hohe Salzgehalte machen, da der Regen NaCl und andere Salze bei den zur Düngung angewandten Mengen schnell genug auswäscht, so dass keine Schäden an deinen Pflanzen entstehen können.
Soll ich auch das C.R.O.P®.-Beet mulchen wenn ich meine Kontrolle gemulcht habe?
Ja. Bitte behandelt die beiden Beete abgesehen von der Düngung immer komplett gleich. Das gilt auch für Pflanzenschutzmaßnahmen und alle anderen Aktionen durch die die Wachstumsbedingungen der Pflanzen beeinflusst werden könnten.
Wie soll ich bei der Ernte der reifen (und eventuell schadhaften oder angefressenen) Früchte vorgehen?
Die Ernte muss nicht zwingen gleichzeitig mit der Bonitur stattfinden. Ihr könnt für euch festlegen ab welchem Reifegrad ihr ernten möchtet. Dann solltet ihr bei Kulturen mit selektiver Ernte wie z.B. Tomate oder Zucchini regelmäßig durch die Reihen gehen und alle eurer Meinung nach reifen Früchte ernten und wiegen. Dabei bitte dokumentieren an welchem Tag wie viele Früchte von welcher Pflanze geerntet wurden und wie schwer diese jeweils waren. Wenn Früchte faulig, angefressen oder sonst beschädigt sind, erntet und wiegt diese auch und dokumentiert den Zustand der Frucht mit.
Was mache ich wenn ich aus Versehen zu viel gedüngt habe und deswegen nicht mehr genug C.R.O.P.-Dünger übrig habe?
Falls euer Kontrollbeet keine Düngung erhält ist es nicht ganz so tragisch. Falls ihr in der Kontrollvariante mit Brennesseljauche oder sonstigem Dünger (außer Langzeitdünger) düngt versucht diesen möglichst äquivalent zum C.R.O.P. Dünger einzubringen und hört dann auch mit dieser Düngung auf wenn eure C.R.O.P.-Lösung alle ist.
Es ist schwierig die Pflanzen zu düngen ohne beim Graben ziehen die Wurzeln oder sonstige Pflanzenteile zu beschädigen, ist der Graben nicht tief genug läuft der Dünger ab und gelangt nicht zur Pflanze, wie soll ich vorgehen?
Ein Teilnehmer hatte dazu die tolle Idee den Dünger mit dem Gießwasser in abgeschnittene Flaschen oder Pflanztöpfe zu füllen und diese nahe der zu düngenden Pflanze leicht in den Boden zu stecken. So kann der Dünger langsam in den Boden fließen. Dann einfach nachfüllen, wenn das Gefäß wieder leer ist. Am besten deckt ihr die Gefäße auch noch ab (es geht nur darum, dass der Wind nicht stundenlang darüber weht und sich Amonniak verflüchtigt. Wenn die Gefäße 10 min offen stehen bis der Dünger im Boden ist macht das nichts.
Was mache ich, wenn ich bemerke, dass ich ausversehen mehrere Sorten derselben Kultur gepflanzt habe?
Eine Teilnehmerin hat bemerkt, dass eine ihrer Tomatenpflanzen eine andere Wuchsform entwickelt und andersfarbige Früchte gebildet hat. Es kann kommt wohl einfach immer mal wieder vor, dass sich eine andere Sorte in ein Beet verirrt. Wenn ihr so etwas bemerkt, dokumentiert es zunächst. Wenn ihr feststellt, dass ihr sowohl in der Kontrolle als auch im C.R.O.P. Beet mehrere Sorten habt und die gleichen Pflanzen vergleichen könnt macht einfach weiter, benennt die zwei Sorten und dokumentiert das immer mit. Wenn es nur in einer Variante zu sowas kommt müsst ihr die Pflanze nicht weiterhin bonitieren. Sie ist dann nicht mehr vergleichbar mit den anderen und kann zum Versuch nichts mehr beisteuern (aber vlt. ja noch zum Abendessen).
